Quelle: FLVW
Welchen Einfluss haben biologische Unterschiede auf Training, Leistung, Gesundheit? Wie kann ein Training darauf abgestimmt sein? Was muss ich als Sportlerin wissen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das vierte Frauen-Netzwerktreffen des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) am Mittwoch, 2. September im SportCentrum Kaiserau. Anmelden können sich alle interessierten Frauen ab sofort.
Unter dem Titel „Spielregeln der Biologie – der Einfluss biologischer Unterschiede auf den Sport“ erwartet die Teilnehmerinnen ab 18 Uhr ein Abend mit fachlichem Input, persönlichen Erfahrungen, der ein oder anderen (manchmal auch peinlichen) Anekdote und viel Raum zum Netzwerken und austauschen. Das Netzwerktreffen ist kostenlos, anmelden können sich alle Interessierten hier.Den Auftakt macht ein ca. 30-minütiger Vortrag der beiden Ärztinnen Dr. med. Alena Schmelz und Dr. med. Lea Rogge-Herper, die selbst bei Borussia Dortmund Fußball gespielt hat. Darin geht es um Themen wie ein zyklusbasiertes Training, besondere Regeneration oder die Anfälligkeit für bestimmte Verletzungen bei Sportlerinnen und was daraus für den Sportalltag folgt.
Anschließend wird das Thema auf das Podium geholt. Mit ihnen wird Kyra Malinowski, Cheftrainerin der Frauenmannschaft des VfL Bochum, aus ihrem Alltag im Leistungssport erzählen. Dabei bringt Malinowski nicht nur ihre Perspektive als Trainerin mit. Die 33-Jährige begann bereits als Kind beim SW Eppendorf mit dem Fußballspielen. Bei der SG Wattenscheid spielte sie in der zweiten, bei der SGS Essen in der ersten Frauen-Bundesliga selbst Fußball. Sie wurde mit der U17 Europameisterin und beste Torschützin bei der U17-WM. Ihre aktive Karriere endete nach drei Kreuzbandrissen und einem Meniskus- bzw. Knorpelschaden. „Kyra kennt also nicht nur den Alltag als Trainerin, sie hat selbst typisch weibliche Verletzungen durchmachen müssen. Es wird spannend sein, von ihren Erfahrungen und ihrem Alltag zu hören“, freut sich Marianne Finke-Holtz, FLVW-Vizepräsident und Organisatorin der Veranstaltung.
Wie in den vergangenen Jahren auch gibt es viel Raum für den Austausch untereinander bei gutem Essen. Frauen, trans, inter und nicht-binäre Personen aus Vereinen, Kreisen und dem Verband sind ebenso willkommen, wie alle, die bisher noch keine Funktion im Sport haben.